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Territorism, 2002

Dynamische Videoprojektion
Fassadenprojekt Kunsthaus Bregenz (AT)

Maße variabel
5 Videoprojektoren, Steuercomputer / Harddiskplayer, Videotapes, 10 Lautsprecher, Tondisk

Künstlerische Assistenz: Patricia Köstring
Tonbearbeitung: Nico Kirisits
Postproduktion: Peter Koger, Manuel Maxl
Aufnahme- und Projektionstechnik: Mäser digital media / Daniel Flatz
Performer (Hand-Acting): Roland Adlassnig
Kurator KUB: Rudolf Sagmeister


Territorism, eine mehrteilige, für das Kunsthaus Bregenz (KUB) entwickelte Videoprojektion, bespielt im Sommer 2002 jeweils nach Einbruch der Dunkelheit die Eingangs- und Seitenfassade des KUB sowie einen Teil der Fassade des benachbarten Landestheaters.

Über bewegte und verzerrte Bildteile entsteht ein simuliertes Raumgefüge, das den solitären Baukörper des KUB mit seinem Umfeld verbindet. Die Gesamtinszenierung ist nur über die Bewegung der BetrachterInnen erfahrbar.

Auf die Glashaut des Kunsthauses wird eine Hand projiziert, die mit einem Modellpanzer die einbezogenen Fassaden abfährt. Aus Lautsprechern am Gebäude simuliert eine Stimme Schüsse und Detonationen.

Eine zweite projizierte Hand scheint sich an den Gebäuden abzustützen. Die Bewegungsabläufe beider Hände verweisen auf einen Akteur, deuten, in Verbindung mit dem Ton, ein Spielen am Boden an.

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Die führende Hand und der Panzer verweisen auf den realen Gehalt der Steuerung des Kriegs zurück: sie zeigen den Menschen als den letzten und wahren Akteur, demonstrieren seine Macht über das Materielle, das ‚in seiner Hand’ liegt und zeigen vielleicht auch ein Stück Gewalt.
Sichtbar wird dies aber wiederum in einer Projektion, in künstlichen Bildern: eine provokante Transformation, die noch einmal gesteigert wird, wenn mit Hand und Panzer noch einmal Spielzeug und Spiel assoziiert wird. – Ein Spiel ist eine besondere Art von Fiktion, ein “Probehandeln”, ein Handeln nach erdachten Möglichkeiten – das Spiel ist Virtualität im ursprünglichen Sinn.

Cathrin Pichler


Ausstellungen:
2002, Territorism, KUB, Bregenz (AT)