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MotU #4, #5, #6, 2016

Werkserie „Mirrors of the Unseen (MotU)“

Lichtobjekte
jeweils 28 x 11 x 8 cm
Drei lackierte Stahlgehäuse, drei Leuchtstäbe mit je 128 elliptischen LED, drei Leiterplatten mit Mikroprozessoren, Flash-Speicher, zwei Lichtsensoren, Stromversorgung

Mitarbeit Inhalte: Patricia Köstring, Lea Schnell
Programmierung: Stefan Istvanits, Alexander Pausch


Der Begriff „sehen“ wird im Sprachgebrauch oft synonym für „verstehen“, „begreifen“ gebraucht. Die Floskel „Wenn ich das richtig sehe“ beschreibt, etwas übereinstimmend mit der Meinung anderer zu verstehen, wer redensartlich „seinen Augen nicht traut“, erlebt etwas Unerwartetes, Ungehöriges. Im Regelfall aber trauen wir unseren Augen, so sehr sogar, dass wir die Informationen, die unser visuelles System für uns verarbeitet, zum gültigen Abbild des gegenwärtigen Moments, zur Wirklichkeit erklären.

Die Arbeiten MotU #4 bis #6 aus der Serie Mirrors of the Unseen (MotU) stellen sich dieser vermeintlichen Verbindlichkeit des Sichtbaren entgegen. In die Routinen des Sehens schleusen sich Wörter und Icons aus Licht, sie scheinen sich aus drei flimmernden LED-Balken zu entfalten und schweben hologrammartig vor der räumlichen Umgebung. Nichts kann sich den transluzenten (Schrift)Bildern in den Weg stellen. Sie sind präsent und gleichzeitig nicht vorhanden: Nur der individuelle Wahrnehmungsapparat hält sie für den Betrachter bereit.

Inhaltlich knüpfen die Arbeiten Gewebe der thematischen Repräsentation. Die für MotU #4 - #6 auf den Stäben generierten Wörter und Icons nehmen Begriffe aus dem Themenfeld Synästhesie auf, die durch Reihung und Rhythmisierung assoziativ verdichtet werden.

icon camera Bilder

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Ausstellungen:
2016, A Model for the Aesthetics of Digital Art, City University of Hong Kong, Hong Kong (CN)
2016, Digital Synesthesia, AIL, Wien (AT)
2013, Out of the box, MAK Wien, Wien (AT)