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Cloud, 2005

Skulptur, nicht realisiert
Kreisverkehr Oberalm/Salzburg (A), Wettbewerb

Maße variabel
Gitterstruktur aus spritzverzinkten Stahlrohren (Querschnitt 34 mm, 2 mm Wandstärke), Wilder Wein


Cloud besetzt als voluminöse und gleichzeitig filigrane Stahlgitter-Konstruktion das Rondell des Kreisverkehrs am Ortseingang in Oberalm (Salzburg). Zu sehen ist eine amorphe, wolkenartige Form. Die Wolke steht als Metapher für einen „unfassbaren“ Körper, dessen klar umrissene Grenzen lediglich für die BetrachterInnen existieren. Für die Skulptur wurde die Fotografie einer Wolke am Computer dahingehend verändert, dass die Vorlage verkürzt und gestaucht wurde. Wie schon auch bei dem alternativ zu dem Wettbwerb eingereichten Projekt transFORM geht es um die Möglichkeiten einer zeitgemäßen Visualisierung von Vorgängen in einem Objekt, um die Übertragung von Bildlogiken aus dem virtuellen in den Realraum. Das Bild der Wolke wurde zunächst in ein 3D-Drahtgittermodell übertragen und wird von dort aus in den Realraum übersetzt.

Die Arbeit verändert ihre Oberfläche im Verlauf der Jahreszeiten. Jedes Frühjahr wird die aus Polygonen aufgebaute Gitterstruktur durch Bewuchs mit schnell wachsendem Wilden Wein sukzessive überlagert. Im Sommer zeigt sich das Objekt mit einer geschlossenen grünen Oberfläche, die sich im Herbst rot bis gelb verfärbt. Im Winter fällt das Laub ab, die Konstruktion wird wieder als solche sichtbar.

Es entsteht eine durchlässige Form, die im Winter an ein Modell erinnert. Der Bewuchs im Verlauf des Jahres stellt eine Analogie zum Vorgang des „Mappings“ dar, also dem Überziehen eines virtuellen Modells mit Oberflächenstrukturen in 3D-Programmen.

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