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Laufende Projekte, 1993

Videoinstallation
Zwei Milchglaskugeln, zwei Videoprojektoren, zwei Videoplayer, zwei Videotapes, Ton


Durch die gleichzeitige Projektion einer Bildsequenz auf Kugel und (Wand-)Fläche kommt es zu einer Konfrontation zweier Projektionsoberflächen. Auf der Fläche zeigen sich diffuse Bildfragmente, auf der Kugeloberfläche sind fokussierte und verzerrte Bildausschnitte zu sehen.
Die erste Projektion ist eine Kamera-Einstellung auf das Gesicht einer Frau, die - in einem Zug sitzend - etwas beobachtet, die zweite Projektion zeigt vorbeiziehende urbane Landschaften.
Die Parallelposition der beiden Projektionen schafft das Drehbuch für das dramatische Geschehen zwischen Beobachtenden und Beobachteten.

icon camera Bilder

Single Image
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Als räumliche Video-Skulpturen befinden sich Schnells mediale Installationen am Schnittpunkt von analoger und digitaler Wirklichkeit, von Gegenständlichkeit und Virtualität. Integrierte Alltagsgegenstände, die die künstlichen Bilder aufnehmen, verweisen auf die Welt der Dinge, werden aber umgedeutet im Sinn der Vermittlung zwischen den verschiedenen Wahrnehmungs- und Wirklichkeitsebenen.

So fangen etwa in der Video-Skulptur
Laufende Projekte (1993) zwei vor die weiße Wand gehängte Milchglaskugeln Video-Projektionen auf, so dass die „laufenden“ Bildsequenzen auf diesen, wenn auch verzerrt, scharf erkennbar sind und sich auf der dahinterliegenden flachen Wand durch den Schatten nur fragmentarisch und durch die unterschiedliche Distanz diffus abzeichnen. Die Lichtkugel wird zum Lichtempfänger.

Johanna Hofleitner, in: Das Sehen re-konstruieren


Ausstellungen:
1999, phänomen:zug, Institut für Volkskunde, Wien (AT)
1996, Ruth Schnell, Galleria Del Cortile, Rom (IT)
1993, Beyond the Screen, allerArt Bludenz, Bludenz (AT)